
Vor einigen Jahren ist die wissenschaftlich begleitete Ausgabe von Hitlers „Mein Kampf” erschienen. Ich habe sie mir auch gekauft, weil ich wissen wollte, was dieser Irre so Faszinierendes geschrieben hat, dass er damit ein ganzes Land in den Abgrund führen konnte.
Ich habe ca. zwanzig Seiten gelesen, dann war mir meine Lebenszeit zu schade und ich habe diesen Schwachsinn, der dort niedergeschrieben wurde, nicht ertragen. Wie dumm und ungebildet mussten die Menschen damals gewesen sein, dass so ein Schwachsinn verfangen konnte!
Nun habe ich mir die „Kröungsrede” von Frau Weidel angehört, die sie 2025 auf dem Parteitag gehalten hat. Darin wollte sie alle „Windmühlen der Schande abreißen“. Eine Aneinanderreihung von idiotischen Aussagen, die einem nur ein Staunen in das Gesicht zaubern konnte, wie unser Bildungssystem solche Menschen hervorgebracht hat und jubelnde Menschen.
Jetzt das Sommerinterview. Und ich stelle mir ernsthaft die Frage: Welche Bildungsentwicklung hat das deutsche Volk seit dem Erscheinen von „Mein Kampf” eigentlich durchgemacht, dass Menschen heute diesen fulminanten Schwachsinn, den Frau Weidel dort von sich gegeben hat, glauben?
Dazu passend habe ich heute den Newsletter der NZZ gelesen. Ich habe ihn meiner Frau im Tonfall von Hitler vorgelesen.
„Teile der deutschen CDU haben auch mehr als zehn Jahre nach der von Kanzlerin Angela Merkel verursachten Migrationskrise nicht verinnerlicht, welche kulturelle Sprengkraft dem Thema Zuwanderung innewohnt. Und damit ist nicht nur die irreguläre gemeint.“
„Die Bundesrepublik wird nie wieder so aussehen wie in jenen Jahren, denn damals fiel die Zuwanderung von Gastarbeitern dank der Babyboomer demografisch nicht weiter ins Gewicht und das Wirtschaftswachstum übertünchte allfällige soziale und kulturelle Probleme.” „
„Eine CDU, die sich angesichts der Überfremdungssorgen vieler Wähler achselzuckend auf die Beschreibung der Zustände beschränkt, kann gegenüber der AfD schon jetzt einpacken.
Denn der Sturm, der sich aus dem demografischen Niedergang der Angestammten und wachsender Zuwanderung aus außereuropäischen Herkunftsländern ergibt, braut sich gerade erst zusammen.“
„Eingebildet sind die Ängste vieler Deutscher vor dem Verlust der Heimat dabei nicht. Dazu ist der demografische Wandel zu rasant. Hatten 2005 noch etwa 18 Prozent der deutschen Bevölkerung einen sogenannten Migrationshintergrund, so sind es heute 31,1 Prozent. Binnen einer Generation hat der Anteil der Menschen, die entweder selbst oder deren Eltern zugewandert sind, also um über 70 Prozent zugenommen.“
„Doch selbst wenn sich Zuwanderer gesetzestreu verhalten und den Sozialkassen nicht auf der Tasche liegen – was mehrheitlich der Fall ist –, verändert sich ein Land in so kurzer Zeit schneller, als es das kulturell verkraften kann. Anders als die Überrepräsentation von Zuwanderern in der polizeilichen Kriminalstatistik oder der Bezug wohlfahrtsstaatlicher Unterstützung lässt sich Heimatverlust freilich nicht genau messen.“
Wer könnte schon genau sagen, wann ein Viertel kulturell kippt und sich fremd anfühlt? Dass dieser Punkt aber für viele überschritten ist, ist eine politische Tatsache, so sehr das Politiker links der Mitte auch befremden mag.“
Dazu passt dann eben auch die Aussage von Siegmund, dem Spitzenkandidaten der AfD in Sachsen-Anhalt, er wolle es ausländischen Gastronomen so unangenehm wie möglich machen.
Keine Pizzeria mehr, kein Chinese, kein Thai, kein Spanier, Döner sowieso nicht. Es lebe der Wienerwald und Eisbein mit Stampfkartoffeln und Sauerkraut.
Es ist einfach unfassbar, wie dumm die Menschen sind. Und im Ersten erklärt Chrupalla, dass dieser Sommer völlig normal gewesen sein soll. Die Dummheit hat aufgehört, sich zu schämen. Das ist eine Konstante im Faschismus.
1968 bin ich zum Kommunionsunterricht gegangen. Was man als Kind eben so machen muss. Das Einzige, an das ich mich erinnere und was sich mir eingeprägt hat, ist, dass in der Fibel stand, dass wir Francesco nicht Spaghettifresser nennen dürfen.
Wenn also die NZZ erklärt, dass sich die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund seit 2005 von 18 auf 31 % erhöht hat, so ist das zwar richtig, es wird jedoch unterschlagen, dass über 50 % dieser Menschen Deutsche sind.
Und wenn wir jetzt noch die Kowalskys, Chrupallas, die de Maizières oder mich dazurechnen, dann gibt es in der Tat nur noch wenige „Deutsche”. Vor allem Deutsche wie Chrupalla, die mit Kultur so viel am Hut haben wie ein Schäferhund.
Wir alle haben schon die Erfahrung gemacht, dass es schwierig ist, einen Arzt zu finden, wenn man krank wird. In ländlichen Regionen und einigen ostdeutschen Bundesländern (wie Thüringen oder dem Saarland) liegt der Anteil syrischer Ärzte an den Klinikärzten teils bei über fünf bis sieben Prozent.
Was Weidel zu den syrischen Geflüchteten gesagt hat, hat Friedrich Merz wieder einmal vorgekaut. Weidel will alle abschieben; sie muss ja radikaler sein als Merz – der wollte nur 80 % abschieben.
Am 30.03.2026 erklärte Herr Merz, 80 % der syrischen Geflüchteten sollen zurückkehren.
Im August 2025 waren 27,6 % der syrischen Geflüchteten sozialversicherungspflichtig beschäftigt, die Hälfte davon auf Fachkraftniveau und gut zehn Prozent auf Spezialisten- oder Expertenniveau.
Brauchen wir nicht.
Und 34,6 % der syrischen Geflüchteten sind minderjährig!
Somit sind 62,2 % der syrischen Menschen entweder erwerbstätig oder minderjährig – und die will unser Kanzler also abschieben?
Viel Spaß im Altenheim Deutschland!
Wie gesagt, die Dummheit hat aufgehört, sich zu schämen. Die Demokratie wird durch die Idiokratie und Faschismus ersetzt und ein Drittel der Menschen läuft begeistert hinterher.
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Recherche und Text: Günter Biernoth
Korrekturlesen KI: DeepL
Titelbilder KI: ChatGPT