Wie Deutschland in den dritten Weltkrieg taumelt

Aus 1938 nichts gelernt

2–3 Minuten
358 Wörter

Betrachtet man das Mittelalter, so stellt man fest, dass Burgen eigentlich nie von außen erobert wurden. Wenn sie gefallen sind, dann von innen heraus.
Genau das passiert gerade mit der EU. Sie fällt nicht, weil sie von außen so bedroht wird, dass sie kapitulieren muss, sondern weil sie von innen zerstört wird.

Der großmäulige Macron und die „postfaschistische” Meloni, die nach außen hin immer die großen Unterstützer der Ukraine mimen, haben mit ihren nationaldefätistischen Einstellungen die EU an den Rand des Abgrunds getrieben. Klar, dass ein kleines Land wie Belgien, das innerlich zwischen zwei Nationalitäten zerrissen ist, sich nicht alleine mit Russland anlegen will.

Was die Nationalegoisten nicht begreifen, ist: Einen Zweig kann man brechen, ein Bündel Zweige eben nicht. Eine Nation kann man brechen, eine Gemeinschaft, die sich in den Vereinigten Staaten von Europa vereinigt, eben nicht.

Während die tapferen Ukrainer*innen in der direkten Konfrontation mit dem russischen Imperialfaschismus langsam aber sicher ausbluten und ihr Land einem brutalen Terrorkrieg zum Opfer fällt, scheut sich Europa vor der direkten Konfrontation mit dem imperialen Faschisten Putin im Kreml.

Der Dritte Weltkrieg wird nach diesem Desaster immer wahrscheinlicher. Wer bei Maybrit Illner am 18.12.2025 den Zeitgeistphilosophen* Precht  gehört hat, hat einen Menschen erlebt, der Angst schürt, denn nichts macht verletzlicher als Angst.
Das wird wahrscheinlich auch die Kriegstaktik Putins oder eines seiner Nachfolger sein.

Ein frontaler Angriff auf die Energie- und Kommunikationsinfrastruktur der Bundesrepublik. In der sich dann ausbreitenden Panik wird er im Baltikum einmarschieren. Die militärische Drehscheibe Bundesrepublik ist dann ausgefallen.
Imperialfaschisten interessieren angebliche Kräfteverhältnisse nicht, denn sie leben und nähren sich von Krieg, Blut und Zerstörung, da sie unfähig sind, etwas aufzubauen.

So verlängert die EU das Leiden der Ukrainer*innen, macht sich einen schlanken Fuß und beweihräuchert sich angesichts der finanziellen Unterstützung der Ukraine. Doch es ist ein sehr großer Etappensieg Putins. Denn er braucht noch zwei bis drei Jahre und ein paar hunderttausend tote russische Soldaten, bis der Donbas fällt – und genau diese Zeit hat die EU ihm nun verschafft.

*Ein Zeitgeistphilosoph ist ein vermeintlicher Denker, der seine Einstellung dem von ihm identifizierten vermeintlichen Zeitgeist anpasst, um obenauf zu schwimmen.

https://www.t-online.de/nachrichten/ukraine/id_101051230/ukrainehilfen-die-eu-kommt-der-bedeutungslosigkeit-einen-schritt-naeher.html
https://www.zdf.de/video/talk/maybrit-illner-128/maybrit-illner-vom-18-dezember-2025-100