Es gibt ein wundersames Interview von Frau Reiche mit CDU TV aus dem Jahr 2009, in dem sie mit ihrer Mutterrolle kokettierte und sagte, ihre Kinder würden sie kritisch zum Thema Umwelt und Klima befragen. Wenn ich keinen ernsthaften Blog schreiben, sondern den erfundenen Klatsch der Yellowpress verbreiten würde, müssten wir uns im Jahr 2026 fragen: Was haben ihre Kinder ihr angetan? Was ist in der Familie Reiche passiert? Warum der Bruch mit ihren Kindern? Und warum will Frau Reiche die Zukunft ihrer Kinder vernichten?
In einem Interview von 2009 mit CDU- TV vor über 16 Jahren klang Frau Reiche so:
Wir wollen unseren Kindern eine saubere intakte Umwelt hinterlassen. Als dreifache Mutter werde ich schon kritisch gefragt. Mama, was ist mit dem Müll? Warum ist die Luft zu dreckig? Mama, warum schmelzen die Polkappen? Das sind Fragen, die nicht nur Kinder betreffen. Die müssen politisch gelöst werden und deshalb wollen wir, dass wir die Erderwärmung auf maximal zwei Grad begrenzen helfen.
Die Finanzkrise ist hausgemacht, da können Sie mit Menschen verhandeln mit Banken mit Staaten und können helfen die Probleme zu lösen. Der Klimawandel ist schwieriger in den Griff zu bekommen, weil ganz viele Akteure zusammengenommen werden müssen und mit der Natur lässt sich auch schwer verhandeln. Außerdem ist der Klimawandel eine ganz langfristige Aufgabe und umso wichtiger ist es, dass wir bei dem nächsten internationalen Verhandlungen zu erfolgreich sind wie Angela Merkel in den vergangenen Jahren, wenn es darum ging, die europäischen Regierungschefs, aber zum Beispiel auch Amerika und Russland für mehr Klimaschutz zu gewinnen. Und das wird ihr auch diesmal gelingen.
Wir wollen die erneuerbaren Energien weiter ausbauen, das heißt ja nicht nur neue Technologien. Das heißt auch mehr Arbeitsplätze innovative Arbeitsplätze, an denen viele andere europäische Länder, aber auch China und Indien hoch interessiert sind. Also ein echter Exportmarkt. Wir wollen, dass wir im Bereich im Hausmodernisierung und Modernisierung der Heizungssysteme ja, aber auch bei den Dingen, die wir alle kennen wie Kühlschränken und Waschmaschinen, Energie sparen und wir wollen aus dem Thema Elektromobilität zuwenden. Gerade in großen Städten ist das ein großes Thema.
Jeder einzelne kann sich überprüfen oder zum Beispiel überprüfen lassen. Also zum einen die eigenen Kinder ganz gut geeignet. Ich denke, wir müssen aber auch in der Schulbildung einiges tun. Jeder kann kritisch durch sein Haus gehen und überlegen habe ich Energiesparlampen, wie effektiv sind meine Geräte. Was kann ich an meinem Haus tun? Wo muss ich isolieren? Wie verhalte ich mich, wenn ich mich bewege, nehme ich die Bahn, das Fahrrad oder das Auto. Dennoch muss Umwelt und Klimaschutz etwas sein, was die Leute gern bereit sind mitzumachen.
Um 1800 begannen Forscher*innen, sich Gedanken darüber zu machen, warum die Erde eigentlich warm ist. Joseph Fourier (1768–1830) erkannte, dass es einen Zusammenhang zwischen der UV-Strahlung der Sonne und der Atmosphäre gab. Es musste etwas geben, das die Wärme hielt, damit sie nachts nicht wieder vollständig in den Weltraum abgestrahlt würde. Fourier entdeckte 1824 den Treibhauseffekt. Er erkannte, dass ein Teil der Wärme von der Atmosphäre wieder auf die Erde zurückgestrahlt wird.
Im Jahr 1856 konnte die Wissenschaftlerin Eunice Newton Foote (1819–1888) experimentell nachweisen, dass CO₂ das entscheidende Klimagas in der Atmosphäre ist. Erst in den letzten Jahren wurde diese vergessene Klimaforscherin wiederentdeckt. Frauen in der Forschung werden immer vergessen, vor allem, weil sie ihre Forschungen nicht in den Wissenschaftsakademien vorstellen konnten.
Fünf Jahre später, im Jahr 1861, „entdeckte” der irische Forscher John Tyndall (1820–1893) also, dass CO₂ das Klimagas ist, welches für den Treibhauseffekt verantwortlich ist. Tyndall veröffentlichte seine Studien und gilt somit als derjenige, der den Treibhauseffekt bewiesen hat. Anders als Foote, die sofort erkannte, dass die massenhafte Ausbringung von CO₂ gravierende Auswirkungen haben könnte, und sich warnend äußerte, ging es Tyndall nur um die Theorie.
Diese entscheidenden Entdeckungen brauchten jedoch einen Kontext, in den sie eingebettet werden konnten. Diesen Kontext schuf Alexander von Humboldt (1769–1859) auf seinen Forschungsreisen. Auf seiner Amerika-Reise (1799–1804) und seiner Asien-Reise (1829) führte er meteorologische Messungen durch, mit denen er ein modernes, ganzheitliches Modell des Erdklimas entwickelte. Er erkannte, dass menschliche Aktivitäten wie das Fällen ganzer Wälder das Klima in dieser Region veränderten.
Dies war die Geburtsstunde der modernen Klimaforschung. Die erste Studie über den Einfluss von CO₂ auf die globale Erderwärmung wurde dann im Jahr 1896 von Svante Arrhenius (1859–1927) veröffentlicht. In der Studie selbst erwähnt Arrhenius den Einfluss des Menschen nicht, doch später stellte er den Zusammenhang her. Was er noch nicht wissen konnte, waren die Folgen, die der CO₂-Ausstoß für die Erde haben würde. Er wusste nur, dass es umso wärmer werden würde, je mehr CO₂ in die Atmosphäre gelangte.
Nun werden viele sagen, das sei eine akademische Aufarbeitung gewesen, aber in der Öffentlichkeit sei das Thema nie angekommen. Das ist inzwischen auch nicht mehr so richtig. Am 14. August 1912 erschien ein kleiner Artikel in den beiden neuseeländischen Zeitungen „Rodney and Otamatea Times” und „Waitemata and Kaipara Gazette”. Der Inhalt:
Die Kraftwerke der Welt verbrennen derzeit jährlich etwa 2 Milliarden Tonnen Kohle. Bei der Verbrennung, in Verbindung mit Sauerstoff, werden jährlich etwa 7 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre freigesetzt. Dies trägt dazu bei, dass die Luft die Erde stärker umhüllt und ihre Temperatur ansteigt. Die Auswirkungen könnten in einigen Jahrhunderten erheblich sein.
Den endgültigen Beweis für den anthropogenen Klimawandel lieferte dann 1938 der britische Ingenieur Guy Stewart Callendar (1898–1964). Er sammelte Wetterdaten und werte sie aus und berechnete den Anstieg der CO2 Konzentration in der Atmosphäre. Allerdings erfasst auch er die Dramatik seiner Entdeckung nicht, glaubte er dies würde eine neue Eiszeit verhindern. Später revidierte er diese Einstellung und setzte sich für eine Reduzierung des CO2 Ausstoßes ein. Schon 1938 als er seine Berechnungen veröffentlichte brach ein Sturm der Entrüstung los. Doch Callendar verteidigte seine Erkenntnisse und Berechnungen bis zu seinem Tod.
Wir sehen also, der anthropogene Klimawandel ist eben kein Märchen oder gar eine Religion. Es wurde seit über 200 Jahren intensiv geforscht und die Erkenntnisse bauen auf diesen Grundlagenforschungen auf. Callendar war dann der erste der den Zusammenhang von Zunahme des CO2 in der Atmosphäre mit der Erwärmung der Erde nachweisen konnte.
Damit begann für die Forschung die Möglichkeit Klimamodelle zu entwickeln. Callendar ging noch von einer Erwärmung von 0,39 Grad Celsius bis zum 21ten Jahrhundert.
Die letzten drei Jahre hat die globale Durchschnittstemperatur das Ziel der Pariser Klimakonferenz die Erderwärmung auf 1,5° zu begrenzen gerissen.
Heute können wir komplexe Klimamodelle errechnen die uns eben eine erschreckende Zukunft prognostizieren. Wir können heute genau berechnen wie viel CO2 in der Atmosphäre zu welche globalen Durchschnittstemperaturen führen.
Hier mal die Ergebnisse:
Bemühen wir erst einmal ein rein theoretisches Modell mit der Frage: Welche Temperatur würde auf der Erde herrschen wenn es kein CO2 in der Atmosphäre gäbe.
Bei 500 ppm CO2 in der Atmosphäre liegt durchschnittliche Erdtemperatur bei 16.1 … 17.4 °C (Best ≈ 16.51 °C).
0 ppm CO₂ (theoretisch / rein gedanklich):
0 ppm ist unrealistisch, und der Planet würde sehr viel kälter werden (≈ −20 °C, sehr unsicher)
Bei 240 ppm CO2 in der Atmosphäre liegt durchschnittliche Erdtemperatur bei 13,3 bis 14°≈ 13.33 °C
Zwischen 240 und 280 ppm CO2 lag der Wert vor der industriellen Revolution über Millionen von Jahren. Es war genau diese Beruhigung der wilden Erde die es uns Menschen ermöglichte uns zu entwickeln.
Bei 425 ppm CO2 in der Atmosphäre liegt durchschnittliche Erdtemperatur bei 15,5 – 16,4 ≈ 15.81 °C
Dieser Artikel darf unter Nennung des Autors und mit einem entsprechenden Quellenhinweis für nichtkommerzielle Zwecke verwendet werden.
Iryna Terekh, die Vorstandsvorsitzende und Chefingenieurin von Fire Point, dem ukrainischen Drohnenhersteller, formuliert es in einem Interview wie folgt:
„Verteidigung dient nicht dem Kämpfen, sondern dazu, dem Täter sehr klar die Kosten des Missbrauchs zu kommunizieren. Wir haben keine Zeit zum Ausruhen, wir kämpfen in einer anderen Liga als unser Feind. Wir haben weniger Land, weniger Geld, weniger Menschen, weniger Zeit.“ Dennoch sagte Terekh: „Ich habe das Gefühl, dass wir bereits gewinnen. Wir dürfen niemals auch nur den Gedanken zulassen, unser Land zu opfern, um den Bären [Russland] zu füttern.“
Doch geht es eigentlich um ein Land oder nicht um etwas ganz anderes? Wenn wir über Verteidigung und leider auch über Krieg sprechen, der inzwischen von Staatsmännern in den Vordergrund gerückt wird, dann denken wir dabei immer an Länder oder Nationen. Doch Verteidigung hat einen ganz anderen Sinn und Zweck. Es geht nicht um Staatsgrenzen, sondern darum, wie wir leben möchten. Wir leben in Freiheit, jede*r darf sagen, was sie/er will, lieben, wen sie/er will, und unsere Leben sind nicht durch die Staatsmacht bedroht, die uns kontrolliert oder wie in China durch ein engmaschiges Netz aus Überwachung mit Sozialkrediten bewertet und uns dann einen bestimmten Lebensstil vorschreibt.
Die Zeiten von „Tschigerassabum” und Blumen in den Gewehrläufen sind vorbei, wenn es an jubelnden Menschenmassen vorbei zum Schlachtfeld für König, Führer und Vaterland geht. Nicht Staatsgrenzen oder Nationen sind zu verteidigen, sondern Lebensentwürfe und -träume. Die Ukrainer*innen bringen ihre Opfer nicht, weil sie ein Land verteidigen, sondern ihre Lebensentwürfe, ihre Träume, ihre hart erkämpften Freiheiten in diesem Gebiet, das sie Ukraine nennen. So wie Iryna Terekh es ausdrückt: „Verteidigung dient nicht dem Kämpfen.“
Auch diese Diskussion ist uralt. Die Gegenfrage „Würde Deutschland für mich sterben?” spiegelt noch den alten Bezug auf nationalstaatliche Grenzen und die Kriegserfahrungen aus den beiden Weltkriegen wider, die Deutschland gegen den Rest der Welt geführt hat. Sie stammt aus einer Playboy-Diskussion der 1970er Jahre und ist ein Relikt, dem sich die heutige Friedensbewegung immer noch verpflichtet fühlt: nicht für ein Land sterben zu müssen. Es ist auch ein Relikt aus einer Zeit, in der sich Menschen in Deutschland noch Rechte erstreiten mussten: Frauen, Homosexuelle oder Arbeiterkinder, die eine Hochschulbildung anstrebten. In dieser Gesellschaft war Freiheit noch nicht überall gegenwärtig. Sie war eine Gesellschaft, die gerade erst erwachte und durch die 68er-Bewegung gezwungen war, sich ihrer dunklen Seite zu stellen.
Doch heute sieht es anders aus. Wir haben als Gesellschaft viele Rechte erstritten, die nun von jenen angegriffen werden, die für einen völkisch-nationalistischen Chauvinismus stehen. In deren Augen ist die Freiheit des anderen immer eine Einschränkung der eigenen Freiheit und eine Bedrohung. Die Freiheit der Frauen ist die Einschränkung der männlichen Freiheit, die Freiheit der Homosexuellen die Einschränkung der Freiheit der Heterosexuellen, die Freiheit von Minderheiten die Einschränkung der Freiheit der Mehrheit, die Freiheit der Ausländer die Einschränkung der Freiheit der Einheimischen. Was als Satire gemeint war, nämlich dass Freiheit nicht wie Seife ist, sie wird nicht weniger, wenn man sie allen geben kann, spiegelt leider die Empfindlichkeiten einer kleinen, lauten und extremistischen Minderheit wider.
Deshalb ist die Verteidigung der freiheitlichen Gesellschaft nicht nur eine militärische Verteidigung gegen einen äußeren Aggressor, sondern auch gegen die inneren Feinde innerhalb der Gesellschaft. Mittelalterliche Burgen fielen nie durch eine Erstürmung von außen, sondern durch Aufgabe im Inneren. Wir sehen es z. B. an den Ukrainern, die nicht bereit sind, ihre Freiheit zu opfern, die sie sich innerhalb ihrer Staatsgrenzen erstritten haben. Wie einfach wäre es doch für sie, sich zu ergeben. Wie viele Kriegsopfer würden vermieden werden!
Ein wirklich verführerischer Gedanke. Denken wir diesen Gedanken doch einmal für unsere Gesellschaft weiter: Es gibt Parteien, denen ein russisches System vorschwebt, deren Idole Faschisten und Autokraten wie Putin, Trump, Orbán oder Xi sind. Was würde sich auf unseren Straßen und in unserem Leben verändern, wenn diese Gruppen die Burgtore Deutschlands für einen Putin öffnen würden?
Ich gehe dann eigentlich immer von meiner Person aus. Wie würde also mein Leben in einer solchen Gesellschaft aussehen, wie das Leben meiner Familie?
Spielen wir es doch einmal für die Ukraine durch. Die Ukrainer:innen ergeben sich, Putins Soldaten marschieren ein und es wird eine Marionettenregierung installiert. Was passiert dann mit dem ukrainischen Militär und dessen Führung? Was passiert mit den Menschen, die im ukrainischen Geheimdienst gearbeitet haben? Was passiert mit Lehrer:innen, die ganz neue Lehrpläne erhalten, in denen die Ukraine und die ukrainische Sprache nicht vorkommen und westliche Freiheit als Dekadenz bezeichnet wird? Was passiert mit Rechtsanwält:innen, Staatsanwält:innen und Richter:innen? Was passiert mit Polizist:innen, Verwaltungsangestellten und politischen Mandatsträger:innen, die sich gegen das faschistische Russland ausgesprochen haben und in Parteien waren, die sich für die Europäische Union eingesetzt haben? Was passiert in einer faschistischen Diktatur mit all diesen Menschen? Was passiert mit Homosexuellen, Künstler*innen, Journalist*innen, Moderator*innen und Schriftsteller*innen? Was passiert mit Menschen, die einfach anders sind, nicht konform?
Wir müssen das nicht als Gedankenexperiment durchführen, wir müssen uns nur mit der deutschen und sowjetischen Geschichte auseinandersetzen. Stalin und Hitler haben gezeigt, was mit unterworfenen Völkern geschieht.
Wenn wir uns also mit Verteidigung und Krieg auseinandersetzen, dann müssen wir dies im Bewusstsein des 21. Jahrhunderts tun. Wir wollen keinen Krieg, wir haben kein Interesse daran, Grenzen zu verschieben, und wir favorisieren das internationale Recht. Aber wir müssen bereit sein, uns zu verteidigen – nicht das Land, sondern unsere Gesellschaft. Denn es gibt genügend Politiker, denen das Recht völlig egal ist.
Wer meint, Ergeben sei eine Option, sollte bedenken, was mit all den Menschen passiert ist, die sich für die Freiheit eingesetzt haben. Und etwas anderes sollte jeder bedenken. Der Krieg folgt den Flüchtenden, wie wir aus der Zeit des Faschismus lernen durften.
Ja, vieles ist im Argen und es gibt viel zu kritisieren, aber wir können kritisieren, und dafür lohnt es sich zu kämpfen.
Und wir müssen eines klar sagen: Allein mit militärischen Maßnahmen werden wir es nicht schaffen. Es gibt vier Säulen der Verteidigung gegen Bedrohungen von außen und innen.
Diese vier Säulen werden in gesonderten Beiträgen behandelt.
Säule 1: Militärische Abschreckung durch Verteidigungsfähigkeit
Säule 2: Zivile Verteidigung
Säule 3: Resilienz gegenüber multiplen Bedrohungen
Säule 4: Gesellschaftliche Verpflichtung
Fazit:
Wir verteidigen keinen Staat, sondern eine freie, multikulturelle und diverse Gesellschaft gegen inneren und äußere Feinde. Wir verteidigen den zivilisatorischen Fortschritt auf dem Weg in eine egalitäre Gesellschaft.
Das Bild, das uns vor Augen steht, ist verstörend und treffend zugleich: Europa, gealtert und erschöpft, reitet auf einem ausgezehrten Stier über den eigenen Kontinent – hin zu einem brennenden Osten. Dieses Bild ist kein Mythos mehr. Es ist die politische Realität der Europäischen Union im Jahr der beschlossenen Ukrainehilfe.
Was uns derzeit als „historischer Kompromiss“ verkauft wird, ist in Wahrheit ein Minimalkonsens aus Angst. Angst vor dem imperial-faschistischen Russland, Angst vor Eskalation, Angst vor innenpolitischem Gegenwind.
Diese Angst lähmt Europa – und sie macht erpressbar. Statt entschlossen zu handeln, knickt die EU ein und erklärt ihre eigene Zaghaftigkeit zur Vernunft.
Von echter Solidarität unter den EU-Staaten kann keine Rede sein. Drei russlandfreundliche Satellitenstaaten – Ungarn, Tschechien und die Slowakei – sabotieren die Union offen oder verdeckt und kommen damit durch. Italien und Frankreich geben sich auf den Gipfeln groß, reden von Führungsverantwortung und europäischer Souveränität. Doch wenn es zum Schwur kommt, folgt der Rückzug ins Nationale, das Wegducken, das Abwarten. Auch Kanzler Merz reiht sich ein: große Worte, große Versprechen – aber keine verlässliche Lieferung, keine politische Durchsetzungskraft.
Von echter Solidarität unter den EU-Staaten kann keine Rede sein. Drei russlandfreundliche Satellitenstaaten – Ungarn, Tschechien und die Slowakei – sabotieren die Union offen oder verdeckt und kommen damit durch. Italien und Frankreich geben sich auf den Gipfeln groß, reden von Führungsverantwortung und europäischer Souveränität. Doch wenn es zum Schwur kommt, folgt der Rückzug ins Nationale, das Wegducken, das Abwarten. Auch Kanzler Merz reiht sich ein: große Worte, große Versprechen – aber keine verlässliche Lieferung, keine politische Durchsetzungskraft.
Das Ergebnis ist ein Europa, das wie ein zahnloser Tiger wirkt: laut im Auftritt, wirkungslos in der Konsequenz. Währenddessen blutet die Ukraine weiter aus. Städte, Infrastruktur, Menschenleben. Und der Kremlchef verhöhnt in seiner Pressekonferenz die Europäer als „kleine Schweinchen“, die viel quieken, aber nicht beißen. Diese Demütigung ist nicht rhetorisch – sie ist politisch real.
Gerade jetzt, angesichts einer Weltlage, die zunehmend in autokratisches, faschistisches, wissenschafts- und menschenfeindliches Chaos abgleitet, bräuchten wir ein starkes Europa. Mehr noch: Wir bräuchten endlich die Vereinigten Staaten von Europa. Doch stattdessen zerfällt der Kontinent in nationale Egoismen, Vetos, Sonderwege und Feigheit.
Als Ökologisch-Soziale Partei Europas sagen wir klar: Das ist der falsche Weg. Europa darf nicht weiter altern, während andere kämpfen. Wir müssen der Bevölkerung der Ukraine danken – ausdrücklich und ohne Relativierung. Sie hält dem russischen Imperialfaschismus unter unsäglichem Leid stand. Nicht nur für ihre eigene Freiheit, sondern für die europäische Idee selbst.
Die Ukraine gehört zu Europa. Und wenn die Ukraine verloren geht, dann geht Europa verloren – moralisch, politisch und strategisch.
Deshalb fordern wir: Die in Europa eingefrorenen russischen Vermögen müssen konsequent für den Wiederaufbau und die Verteidigung der Ukraine genutzt werden. Es braucht ein völkerrechtliches Exempel, das imperiale Angriffskriege nicht nur verurteilt, sondern wirksam sanktioniert. Eigentum verpflichtet – und Völkerrecht darf kein Papiertiger bleiben.
Betrachtet man das Mittelalter, so stellt man fest, dass Burgen eigentlich nie von außen erobert wurden. Wenn sie gefallen sind, dann von innen heraus. Genau das passiert gerade mit der EU. Sie fällt nicht, weil sie von außen so bedroht wird, dass sie kapitulieren muss, sondern weil sie von innen zerstört wird.
Der großmäulige Macron und die „postfaschistische” Meloni, die nach außen hin immer die großen Unterstützer der Ukraine mimen, haben mit ihren nationaldefätistischen Einstellungen die EU an den Rand des Abgrunds getrieben. Klar, dass ein kleines Land wie Belgien, das innerlich zwischen zwei Nationalitäten zerrissen ist, sich nicht alleine mit Russland anlegen will.
Was die Nationalegoisten nicht begreifen, ist: Einen Zweig kann man brechen, ein Bündel Zweige eben nicht. Eine Nation kann man brechen, eine Gemeinschaft, die sich in den Vereinigten Staaten von Europa vereinigt, eben nicht.
Während die tapferen Ukrainer*innen in der direkten Konfrontation mit dem russischen Imperialfaschismus langsam aber sicher ausbluten und ihr Land einem brutalen Terrorkrieg zum Opfer fällt, scheut sich Europa vor der direkten Konfrontation mit dem imperialen Faschisten Putin im Kreml.
Der Dritte Weltkrieg wird nach diesem Desaster immer wahrscheinlicher. Wer bei Maybrit Illner am 18.12.2025 den Zeitgeistphilosophen* Precht gehört hat, hat einen Menschen erlebt, der Angst schürt, denn nichts macht verletzlicher als Angst. Das wird wahrscheinlich auch die Kriegstaktik Putins oder eines seiner Nachfolger sein.
Ein frontaler Angriff auf die Energie- und Kommunikationsinfrastruktur der Bundesrepublik. In der sich dann ausbreitenden Panik wird er im Baltikum einmarschieren. Die militärische Drehscheibe Bundesrepublik ist dann ausgefallen. Imperialfaschisten interessieren angebliche Kräfteverhältnisse nicht, denn sie leben und nähren sich von Krieg, Blut und Zerstörung, da sie unfähig sind, etwas aufzubauen.
So verlängert die EU das Leiden der Ukrainer*innen, macht sich einen schlanken Fuß und beweihräuchert sich angesichts der finanziellen Unterstützung der Ukraine. Doch es ist ein sehr großer Etappensieg Putins. Denn er braucht noch zwei bis drei Jahre und ein paar hunderttausend tote russische Soldaten, bis der Donbas fällt – und genau diese Zeit hat die EU ihm nun verschafft.
*Ein Zeitgeistphilosoph ist ein vermeintlicher Denker, der seine Einstellung dem von ihm identifizierten vermeintlichen Zeitgeist anpasst, um obenauf zu schwimmen.
Wer steht hinter dem neuen Phoenixprojekt: „Kassandras Erben“
Ich möchte mich euch kurz vorstellen in einer Art tabellarischem politischen Lebenslauf, also einer Art Kurzbiographie, damit ihr nachvollziehen könnt, welche politischen Erfahrungen ich in den letzten 50 Jahren gesammelt habe. Auch im Jahr 2025 bin ich politisch aktiv und habe mich in meinem politischen Leben weiterentwickelt.
Name:
Günter Biernoth
Geburtsjahr:
1959
Schulabschluss:
1975 Abschluss Realschule, Bereich Sozial- und Wirtschaftskunde in Hilden
Familienstand:
Verheiratet, 3 Kinder
Berufsausbildung:
01.09. 1975 – 31.01.1978 Ausbildung zum Bohrwerkdreher
Weiterbildung:
1982 Sozialakademie in Dortmund Ausbildung zum Gewerkschafts-, Sozial- oder Parteisekretär
Sonstiges:
05.11.1979 – 28.02.1981 Zivildienst bei der AWO-Hilden, Jugendzentrum in Monheim an Rhein im eine sozialen Brennpunkt
Politischer Werdegang
Parteiarbeit in der SPD 1975 – 1986
Eintritt in die SPD, diverse Funktionen bei den Jungsozialisten, Juso-Vorsitzender im OV Hilden, Delegierter im Juso Unterbezirk Mettmann, Mitglied in Arbeitsgruppe im Juso-Landesbezirk NRW Mitglied in der Juso-Theatergruppe Remscheid und dem Juso-Politkabarett WC bis 1983 Umzug nach Monheim am Rhein Jusovorsitzender im OV Austritt 1986 aus der SPD, weil eine Aufarbeitung der Ära Schmidt unmöglich war und die SPD die ökologische Frage nicht beantworten konnte.
Gewerkschaftsarbeit IG-Metall / DGB 1975 – 2001
Eintritt in die IG-Metall
1975 – 1978
Vorsitzender der Jugendvertretung bei dem Mannesmann-Röhrenwerke in Reisholz, kooptiertes Mitglied im Betriebsrat und Vertrauensmann der IG-Metall. Mitglied im Jugendausschuss der IG-Metall Düsseldorf und im DGB-Kreis-Jugendausschuss Mitglied im Jugendbildungsreferenten Team Kampf um den Erhalt der Mannesmannröhrenwerke in Reisholz, nachdem Vorstandbeschluss dieses Werk stillzulegen. In diesem Zusammenhang Mairedner auf der Maikundgebung am 01.05.1977 des DGB in Düsseldorf. Mitorganisator von Kampfmaßnahmen gegen die Stilllegungspläne.
1978 – 1981
Nach dem Abschluss der Berufsausbildung Wechsel zu Mannesmannwerken Langenfeld. IG-Metall Vertrauensmann und Mitarbeit im DGB Jugendausschuss und im Jugendbildungsreferenteam des DGB Leverkusen-Opladen
1981 – 1982
Ausbildung an der Sozialakademie in Dortmund mit Abschluss.
Titel der wissenschaftlichen Hausarbeit „Die ökosozialistische Gesellschaft – eine konkrete Utopie“ Ende der politischen Karriere in den Gewerkschaften, wo Ökologie keine Rolle spielte und gegen grüne Gewerkschaftsfunktionäre vorgegangen wurde.
2001
Austritt aus der IG-Metall
Parteiarbeit Bündnis 90 / Die Grünen 1987 – 2002
Grüne Monheim an Rhein
1989 – 1999
1989 örtlicher Wahlkampforganisator der Kommunalwahl Einzug in das Kommunalparlament, Fraktionsvorsitzender, Arbeit in Haupt- und Finanzausschuss, Wirtschaftsausschuss, kommunale Verwaltungsreform und Umbau Berliner Viertel. 1998 Rücktritt an Fraktionsvorsitzender aufgrund gesundheitlicher Probleme
2002
Austritt bei Bündnis 90 / Die Grünen wegen der Politik in der Regierung Schröder
Parteiarbeit PDS / Die Linke 2006 – 2009
Im Jahr 2006 wagte ich einen weiteren Versuch mit parteipolitischer Arbeit. Als Sozialist fragte ich mich, warum nicht in einer Partei, die sich nach einer tiefen Veränderung den Prinzipien des demokratischen Sozialismus verschrieben hatte, also der PDS/Linke. 2008/09 wurde ich in meinem Wahlkreis zum Direktkandidaten für die Linke aufgestellt. Zwar merkte ich schon am Anfang, dass es in dieser Partei doch eher chaotisch zuging, um es höflich auszudrücken, doch was ich dann im Wahlkampf 20008/09 erleben musste, war dann doch zu viel für mich. Gerne erzähle ich mehr darüber in meiner Kurzbiografie. 2009 verließ ich die Partei wieder.
Ein soziologisches Experiment – noch mal SPD, der Kreis schließt sich. Parteiarbeit SPD 2017 – 2021
Nach dem misslungenen Ergebnis der Wahl um Martin Schulz wurde ich von einem Bekannten dazu motiviert, wieder in die SPD einzutreten. In der Partei würden Menschen mit meinen Eigenschaften und Erfahrungen einen wertvollen Beitrag leisten können. Dies betrachtete ich als soziologisches Experiment unter der Fragestellung, ob eine Partei wie die SPD den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht werden kann und sich nach all den Wirrungen und Irrungen seit 1982 tatsächlich erneuern kann. Im November 2017 nahm ich an der Regionalkonferenz in Frankfurt teil. Es herrschte Aufbruchsstimmung, es erfolgte ein Themenwechsel, ein Richtungswechsel und ein offener Martin Schulz, der sich selbstkritisch gab und erklärte, dass er sich im Wahlkampf dem Diktat des Willy-Brandt-Hauses unterworfen habe. Bedauerlicherweise wurde diese positive Entwicklung jedoch durch ein späteres Interview mit Schulz zunichte gemacht, in dem er von dieser Kursänderung abwich. Der eigentliche Machtfaktor in der SPD, der Seeheimer Kreis, sorgte anschließend dafür, dass die Themen rasch wieder in den Hintergrund rückten. Als 2021 Olaf Scholz zum Kanzlerkandidaten gewählt wurde, beendete ich dieses Experiment, da es meiner Meinung nach gescheitert war. Die Entwicklung der Ampelkoalition sowie deren Ende haben diese Einschätzung letztlich bestätigt.
Ab 2021
Politischer Aktivist in sozialen Medien
2026
Derzeit erfolgt der Aufbau der Plattform „Kassandras-Erben.de„
Wenn du mehr über mich erfahren möchtest, hast du demnächst die Möglichkeit dazu, denn dann wird eine ausführlichere Biografie verfügbar sein.